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Eine   Regionale   Weinspäzialitaet   aus   dem   Suedburgenland

Im Aussehen ähnelt er – je nach Zusammensetzung der Sorten – einem hellen Rotwein oder dem Rosé. Wegen seines Farbtones kann der Uhudler mit dem steirischen Schilcher verwechselt werden. Dieser wird allerdings aus der Edelweinsorte Blauer Wildbacher gekeltert, während der Uhudler genetisch ein "Amerikaner" ist.

Das Bukett des Uhudlers ist äußerst intensiv und erinnert an Walderdbeeren oder schwarze Ribiseln (Johannisbeeren), der charakteristische Geschmack wird als „Fox-Ton“ bezeichnet. Oftmals präsentieren sich die Uhudlerweine sehr säurebetont.

Der Wein wird aus den Trauben von Hybridsorten (Kreuzungen unterschiedlicher Spezien, z.B. amerikanischer mit europäischen Reben) hergestellt, die sogenannte Direktträger sind, also wurzelecht wachsen. Diese besitzen eine gute Resistenz gegen die Wurzelreblaus und bestimmte Pilzkrankheiten.

 

 
 Die    Legende     vom    UHUDLER ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lange Zeit hielt sich die Legende, dass der Wein von Direktträgern einen hohen Anteil an Fuselölen und Methanol enthalte und daher gesundheitsschädlich sei. Uhudler wurde 1938 das erste Mal verboten. In den 1970er Jahren wurde in Österreich der Uhudler auf die Verwendung als Haustrunk beschränkt.

Die Produktion für den Eigenverbrauch war erlaubt. Mitte der 1980er Jahre wurde der Begriff „Haustrunk“ im Zuge der Verschärfung des österreichischen Weingesetzes aufgrund des Glykolwein-Skandals aus dem Weingesetz gestrichen, womit der Uhudler verboten war. Bis zu Beginn der 1990er Jahre hielt dieser Umstand an.

In dieser Zeit wurden tausende Liter Uhudler (vor allem im Südburgenland) von Kellereiinspektoren ausgeleert und kanalisiert. Einer der berühmtesten Uhudlerweinbauernvertreter dieser Zeit ist der legendäre Heiligenbrunner „Rübezahl“, Johann Trinkl, der sich damals für den Erhalt dieses Weines als regionale Spezialität eingesetzt hat.

Für die Herkunft des Namens existieren verschiedene Geschichten. Eine häufig erwähnte bezieht sich darauf,  dass die Augenringe nach extensivem Genuss des Weines an das Aussehen eines Uhus erinnern lassen sollen.

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